Zentrales Museumsdepot Weimar


Für die Klassik Stiftung Weimar wurde ein Zentrales Museumsdepot (ZMD) mit Restaurierungswerkstätten und Laborbereichen zur geschützten Aufbewahrung, Untersuchung und Restaurierung von Sammlungsobjekten errichtet.
Durch die Vielfalt der zu lagernden Exponate ergaben sich differenzierte räumliche und bauklimatische Anforderungen (20 °C bis 26 °C, relative Feuchte 50 % +/- 3 %) sowie hohe Anforderungen an die Sicherheit des gesamten Areals. Die Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik wurde durch die INNIUS DÖ und unter Einsatz thermischer Gebäudesimulationen höchst wirtschaftlich dimensioniert und auf die konservatorischen Anforderungen abgestimmt. Hohe Ansprüche zur Nachhaltigkeit des Depotgebäudes wurden umgesetzt, d.h. ressourcenschonende Materialauswahl, hohe Energieeffizienz im Betrieb und Wirtschaftlichkeit im Lebenszyklus.
Zur Schaffung zusätzlicher Depotflächen und Werkstätten wurde ab 2022 der Erweiterungsbau für die Graphischen Sammlungen (EGS) durch die INNIUS GTD geplant. Ziel war es, den technischen Anlagenaufwand auf ein Minimum zu reduzieren und gleichzeitig die hohen konservatorischen Anforderungen zu erfüllen.
Hierfür wurden umfangreiche thermische Gebäudesimulationen durchgeführt. Die Wärme- und Kälteversorgung erfolgt weitgehend passiv mittels Geothermie und thermischer Bauteilaktivierung. Lediglich zur Spitzenlastdeckung werden der gemeinsame Fernwärmeanschluss sowie die im Bestandsgebäude vorhandene Kältemaschine genutzt. Ein Großteil des Strombedarfs wird durch Photovoltaikanlagen auf den Gründächern gedeckt.
Zusätzlich wurden für den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes dynamische Simulationen repräsentativer Räume durchgeführt. Das Energiekonzept verbindet hohe Energieeffizienz mit einem reduzierten Technikeinsatz und langfristig wirtschaftlichem Betrieb.
Weitere Informationen zum Projekt: Klassik Stiftung Weimar, Zentrales Museumsdepot und Erweiterungsbau Graphische Sammlungen