Historischer Gasometer in Münster


Der historische Gasometer Münster wurde 1954 errichtet und ist seit 2005 außer Betrieb. Er steht unter Denkmalschutz und soll nun zu einem naturnahen Wohnturm in Holz-Hybrid-Bauweise umgestaltet werden, dessen untere Geschosse ein Parkhaus sowie Kultur- und Gewerbeflächen umfassen. Die Wohnungen sind um den begrünten Innenhof angeordnet. Sie werden über zwei Treppenhäuser und die Laubengänge erschlossen. Dieser Entwurf des Berliner Projektentwicklers UTB erhielt im Vergabeverfahren der Stadtwerke Münster den Zuschlag.
Die Laubengänge sind gleichzeitig Flucht- und Rettungswege. Aus dieser spezifischen Zugangssituation ergeben sich brandschutztechnische Fragestellungen hinsichtlich der Selbstrettung der Bewohner und der Bedingungen für einen Löschangriff der Feuerwehr. Mit Ingenieurverfahren der Strömungs- und Brandsimulation wurden die lokalen Rauchkonzentrationen im Brandfall ermittelt und daraus die Sichtbedingungen abgeleitet. Hierbei waren auch die Einflüsse der Witterung, insbesondere des Windes, zu berücksichtigen. Die Simulationsergebnisse bildeten die Grundlage für die Ableitung brandschutztechnischer Maßnahmen im Projektteam unter Beteiligung der örtlichen Feuerwehr und des Brandschutzprüfers.